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Sonntag, 25.08.2019
24.05.2019

Zinskommentar Mai 2019

Lübeck, 14. Mai 2019: Die EZB prüft geldpolitische Maßnahmen zur Unterstützung der Banken, die Fed setzt momentan auf Geduld. Auch die Baufinanzierungszinsen schlagen einen ruhigeren Kurs ein und haben sich in den letzten Wochen auf ihrem extrem niedrigen Niveau stabilisiert.

Zuletzt machten einige Konjunkturdaten Hoffnung auf eine leichte Stabilisierung im Euroraum: Die Inflation zog im April leicht auf 1,7 Prozent an, allerdings bedingt durch einen positiven „Ostereffekt“. Verhaltenen Optimismus verbreitete auch der Einkaufsmanagerindex, der zwar minimal zurückging, aber besser ausfiel als erwartet. Die EZB prüft währenddessen bis zur nächsten Sitzung am 6. Juni geldpolitische Maßnahmen, die das Bankensystem positiv beeinflussen könnten. Eine Staffelung des Negativzinses oder Freibeträge wären Möglichkeiten, um die negativen Begleiterscheinungen des Straf-Einlagenzinses für die Banken abzumildern.

„Bezüglich der Konjunkturdaten ist es viel zu früh, um von einer möglichen Stabilisierung zu sprechen“, analysiert Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. „Es ist wahrscheinlich, dass wir – gerade mit Blick auf die Inflationsdaten – nur eine zwischenzeitliche Erholung sehen. Schließlich prognostiziert die EZB, dass sie die Leitzinsen bis mindestens Ende des Jahres konstant halten wird und kalkuliert mindestens bis dahin mit einer geschwächten Inflation. Es ist dementsprechend davon auszugehen, dass sich die stagnierenden Wachstumsquoten in den nächsten Monaten fortsetzen. Bezüglich möglicher Maßnahmen zur Unterstützung der Banken scheint innerhalb der EZB Thema zu sein, auf welcher geldpolitischen Grundlage ein solcher Schritt unternommen werden kann. Darauf deutet zumindest der jüngste Kommentar von EZB-Chefvolkswirt Praet hin.“

                                                                                                                     

Fed: Neutraler geldpolitischer Kurs bleibt vorerst bestehen

Die Fed behielt Anfang Mai das bisherige Leitzinsniveau von 2,25 bis 2,5 Prozent bei. Die US-Notenbank setzt auf einen geduldigen Kurs und sieht aktuell keine ausschlaggebenden Argumente für Zinserhöhungen oder -senkungen. Haffner führt dazu weiter aus: „Fed-Chef Jerome Powell äußerte sich auf der Pressekonferenz nach der Zinssitzung verhalten optimistisch bezüglich der weiteren Konjunkturentwicklung. Die Fed geht davon aus, dass die z. T. schwächeren Daten der letzten Zeit nicht zur Gewohnheit werden und spricht im jüngsten Finanzstabilitätsbericht übereinstimmend dazu von einem robusten Finanzsystem. Grundsätzlich wäre für die nächsten Monate aber eher mit einer Senkung zu rechnen als mit einer Erhöhung.“

Bestzinsen für Baufinanzierungen – aktuelle Entwicklung und Ausblick

Die Bestzinsen für Baufinanzierungen haben sich vorläufig nahe ihrer Tiefstände stabilisiert: Die 10-jährigen Zinsbindungen stiegen minimal von 0,79 auf 0,84 Prozent, die 15-jährigen von 1,20 auf 1,24 Prozent. „Das Anleihen- und Zinsumfeld scheint die schwächere wirtschaftliche Entwicklung erst einmal verarbeitet zu haben“, kommentiert der Qualitypool-Geschäftsführer. „Das sehr niedrige Zinsniveau bleibt also bestehen. Stärkere Impulse sind weder bei der EZB-Zinssitzung im Juni noch in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten – dies deuten auch die 10-jährigen Swapsätze an, die sich im Kursverlauf in den letzten sechs Monaten bereits halbiert haben.“

Tendenz:
Kurzfristig: seitwärts
Langfristig: leicht steigend

Quelle: Qualitypool GmbH





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