Montag, 26.09.2016

Das bringen die Neuerungen bei der KfW

20.02.2016

Mehr Förderungen und gestiegene Anforderungen

 

KfW-Kredite sind bei Bauherren äußerst beliebt: So bewilligte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Jahr 2015 Förderdarlehen in Höhe von 16,5 Milliarden Euro für private Immobilienprojekte und damit über 2 Milliarden Euro mehr als 2014 (14,3 Milliarden). Nicht nur wegen des anhaltenden Immobilienbooms spricht vieles dafür, dass KfW-Programme auch in diesem Jahr stark gefragt bleiben. Vor allem das für Bauherren besonders wichtige Programm 153 (Energieeffizient Bauen) wird ab 1. April 2016 noch attraktiver. Wir haben die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst.

 

Verdoppelung des Förderhöchstbetrags und längere Zinsbindungen

Da die Energieeinsparverordnung (EnEV) seit 1. Januar dieses Jahres für Neubauten einen nochmals geringeren Primärenergiebedarf verlangt, intensiviert die KfW für Bauherren deutlich die Anreize, bereits beim Neubau in den Umweltschutz zu investieren. So verdoppelt die Staatsbank den Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit von 50.000 Euro auf 100.000 Euro. Errichtet Ihr Kunde beispielsweise ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, kann er ab April 200.000 Euro über das KfW-Programm 153 finanzieren. Denn: Der Förderhöchstbetrag gilt pro Wohneinheit. Da einige Kreditinstitute einen KfW-Kredit nicht als Fremdkapital bewerten, können Kreditnehmer so unter Umständen sogar ihren Beleihungsauslauf verbessern. Das wiederum senkt die Zinsen beim eigentlichen Immobilienkredit und hilft, die Darlehenslast und die Zinskosten zu reduzieren.

Ein weiterer Vorteil der Neuerung beim Programm 153: Kunden können bei der KfW-Tranche die Zinsen künftig bis zu 20 Jahre festschreiben. Damit sind jetzt, je nach Sicherheits- und Flexibilitätsbedürfnis Ihres Kunden, 10- oder eben 20-jährige Zinsbindungen möglich. Unverändert bleibt die hundertprozentige Sondertilgungsmöglichkeit: Die KfW-Darlehen können auch zukünftig jederzeit innerhalb der Zinsbindung vollständig zurückgezahlt werden.

 

Höhere Anforderungen an die Energieeffizienz

Die höheren Zuwendungen sind allerdings an strengere Vorgaben geknüpft. Da das KfW-Effizienzhaus 70 durch die EnEV ab 2016 zum Standard wird, erhalten Bauherren für einen solchen Neubau künftig keine Unterstützung mehr. Wenn der Kunde also noch ein Haus mit diesem Energiebedarf plant, ist höchste Eile geboten: Um noch KfW-Förderung erhalten zu können, muss er seinen Kreditantrag so stellen, dass dieser der KfW bis 31. März 2016 vorliegt. Die KfW-Effizienzhäuser 55 sowie 40 bleiben hingegen unverändert bestehen und werden erstmals ergänzt durch das neu geschaffene KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Diese Förderstufe gilt für alle Objekte mit mehr Energieeinsparung als ein Energieeffizienzhaus 40.

 

Satte Tilgungszuschüsse

Neben dem höheren Förderhöchstbetrag und längeren Zinsfestschreibungen profitieren Bauherren weiterhin von direkten Tilgungszuschüssen. Je höher der erreichte Energiestandard ist, desto mehr Geld gibt es von der KfW: Für ein KfW-Effizienzhaus 55 erhalten Bauherren oder Käufer beispielsweise fünf Prozent Tilgungszuschuss. Da sich dieser auf den maximalen Förderhöchstbetrag von 100.000 Euro bezieht, handelt es sich dementsprechend um bis zu 5.000 Euro. Im Beispiel des Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung wären es sogar bis zu 10.000 Euro. Für ein KfW-Effizienzhaus 40 bekommen Bauherren oder Käufer zehn Prozent Tilgungszuschuss. Und: Für Objekte, die mehr Energie einsparen als ein Energieeffizienzhaus 40 und somit die Anforderungen an das neu geschaffene KfW-Effizienzhaus 40 Plus erfüllen, winkt ab 1. April 2016 gar ein Tilgungszuschuss von 15 Prozent.

 

Quelle: Prohyp GmbH